Wann ist Asbest gefährlich?
Gefährlich ist das Einatmen lungengängiger Asbestfasern. Es ist bekannt, dass durch eine längerfristige bzw. signifikante Exposition Lungenkrankheiten entstehen können. Zu diesen zählen unter anderem Asbestose, Lungenkrebs oder Mesotheliom, ein Krebs des Brust- oder Bauchfelles.
Heute als gesundheitsgefährdend eingestufte Mengen Asbestfeinstaub kamen früher in asbestverarbeitenden Industrien und Gewerben vor (Spritzasbest im Industrie- und Waggonbau, Herstellung von Textilien, Bremsbelägen, Dichtungen, Isolationsplatten oder Asbestzement).
Festgebundener Asbest ist demgegenüber grundsätzlich unbedenklich, soweit er nicht bearbeitet wird und dadurch Fasern freigesetzt werden. Messungen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und weiterer Forschungsstellen bestätigen, dass von verbauten Asbestzementprodukten keine Umweltbelastung ausgeht.
So können alte Dach- und Fassadenschiefer, Wellplatten, Fassadenplatten sowie Rohre aus Asbestzement weiter verwendet werden. Allerdings muss auf jede Art von mechanischer Bearbeitung von Asbestzement - wie sägen und bohren - verzichtet werden, da sie Staub erzeugen. Weitere Einzelheiten erfahren Sie im Kapitel über asbesthaltige Altprodukte.
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