1976 wird als Weltneuheit die gepresste Wellplatte hergestellt. Damit ist eine massive Qualitätssteigerung verbunden.
1978 Zum 75-Jahre-Jubiläum übernimmt Stephan Schmidheiny das Amt des Verwaltungsratspräsidenten und gibt eine einschneidende Neuerung bekannt: Die Eternit AG will die Herstellung von asbesthaltigen Produkten aufgeben.
Nach kurzer Zeit gelingt es, im Labor neue Fasermischungen so weit zu entwickeln, dass sie in der Produktion eingesetzt werden können.
1984 kann bereits die Hälfte der Produktion asbestfrei ausgeliefert werden.
1986 wird die bisherige Eternit AG zu Eternit Holding AG. Gleichzeitig wird eine neue Gesellschaft mit dem Namen Eternit AG gegründet, welche die Werke Niederurnen und Payerne, wie auch die Beteiligungen an der Phonex AG, Wettswil, und der Montana Stahl AG, Würenlingen, übernimmt.
1987 wird erstmals der Eternit-Preis vergeben. Der Wettbewerb wird von da an alle zwei Jahre unter den Studierenden der Schweizerischen Architektur-Hochschulen ausgeschrieben und findet grosse Resonanz. Die vor Jahresfrist gegründete Eternit AG wird zur Eternova Holding AG, welche die Werke Niederurnen und Payerne an eine neu gegründete Eternit AG überträgt.
1989 Per Jahresende wird die neue Eternit AG mit den Werken Niederurnen und Payerne in eine Baustoffgruppe integriert, die später den Namen Cemroc erhält. Thomas Schmidheiny übernimmt von seinem Bruder Stephan sämtliche Aktien und das Präsidium des Verwaltungsrates. Damit gehört die Eternit AG nicht mehr zur Schweizerischen Eternit-Gruppe von Stephan Schmidheiny.
1990 Im Hochbaubereich wird die Umstellung auf asbestfreie Produkte abgeschlossen. Das Werk Payerne ist nun vollständig asbestfrei, das Werk Niederurnen weitgehend. Am 1. Oktober wird Anders Holte geschäftsführender Direktor.
1993 Die nachhaltige Produktion ist umgesetzt. Die Stoff- und Energieflüsse sind in einer Ökobilanz erfasst. Sämtliche Produkte der Eternit AG sind zu 100% rezyklierbar.
1994 ist die Asbest-Ära zu Ende. Im Werk Niederurnen wird das letzte asbesthaltige Rohr gewickelt.
1996 Die Eternit AG wird als Konzerngesellschaft in die Gruppe Holderbank integriert.
1997 Die Rohrproduktion wird eingestellt. Der Absatz ist seit den 70er-Jahren kontinuierlich gesunken. Für den Vertrieb von Faserzement- und Kunststoffrohren aus Deutschland in der Schweiz gründet die Eternit AG die Tochtergesellschaft Etertub AG.
1998 Wellplatten werden nun auch in Slowenien von der neu gegründeten Tochtergesellschaft Esal produziert.
1999 Die heute noch gültigen Leitsätze lösen das alte Leitbild ab. In Niederurnen wird das Entwicklungsleitbild für ein zukunftsweisendes Industriegebiet entwickelt.