Förderung junger Architektinnen und Architekten

Summerschool

Seit Jahren unterstützt die Eternit (Schweiz) AG die Ausbildung und Förderung junger Architektinnen und Architekten. In Fortführung dieser Tradition entstand in enger Kooperation mit der ETH Zürich die Eternit Summerschool. Als Teil der Architekturausbildung wird das zweiwöchige Seminar als offizielle Studienleistung anerkannt.

Bei jeder Summerschool wird der Fokus auf ein aktuelles Thema gerichtet, das sich auf interessante Fragestellungen in Architektur und Gesellschaft bezieht. Die Studenten sollen dabei angeregt werden, sich mit ihrer Stellung und Verantwortung als Architekten mit sozialen, politischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen.

 

2015

«Robotic Wire Cutting»

summerschool 2015

Im Spätsommer 2015 legte die Eternit Summerschool mit „Robotic Wire Cutting“ den Fokus auf die Entwicklung und Produktion von neuartigen Fassadentypen. Die Summerschool 2015 wurde in Zusammenarbeit mit dem ETH-Lehrstuhl „Architecture and Digital Fabrication“ durchgeführt und hatte das Ziel, das architektonische Potenzial von automatisiertem Schneiden zu untersuchen. Die Studierenden haben mithilfe von programmierten Robotern dreidimensionale Formen aus Polystyrenblöcken geschnitten. Diese Formen waren die Grundlage, um Fassadenplatten aus Zementkomposit herzustellen. Abschliessend bauten die Studierenden mit den selbst fabrizierten Platten einen Wand-Prototypen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich in der Eternit Summerschool 2015 grosses Wissen über die digitale Fabrikation angeeignet und validierten ihre Untersuchungen in einem 1:1-Modell. 

 

2013

«Empower Shack»

summerschool empower shack

2013 stellte die Eternit Summerschool mit „Empower Shack“ das Wohnen und Leben in südafrikanischen Townships in den Mittelpunkt, dieses Mal in Zusammenarbeit mit Prof. Alfredo Brillembourg und Prof. Hubert Klumpner vom ETH-Lehrstuhl „Architecture and Urban Design“. Basierend auf einem realen Grundstück in Khayelitsha, dem drittgrössten Township Südafrikas, wurde während der Summerschool ein Prototyp eines Low-Cost-Hauses entwickelt. Ziel war es, den Bewohnern ein bescheidenes, aber würdiges und auf ihre individuellen Ansprüche ausgerichtetes Heim zu bieten, das sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht überzeugt. Auch die städtebauliche Perspektive musste berücksichtigt werden: Das Haus ist in der Lage, qualitätsvolle Räume zu bilden, Sicherheit zu gewährleisten und auf unterschiedliche Umgebungen zu reagieren.

 

 

2011

«Landwirtschaft im Kanton Glarus»

Auftakt der Eternit Summerschool machte im Jahr 2011 das Thema „Landwirtschaft im Kanton Glarus“. Zwei Wochen lang setzten sich 25 Architekturstudierende der Professur Spiro für Architektur und Konstruktion vor Ort intensiv mit dem Standort Glarus als Agrar-Kulturraum auseinander und entwickelten mögliche Lösungsansätze. Denn durch den grossen politischen sowie infrastrukturellen und räumlichen Wandel in der Region müssen Neuausrichtungen gesucht, Schwierigkeiten überwunden und Fragen beantwortet werden.

Begleitet wurden sie von ausgewiesenen Experten unterschiedlicher Disziplinen. U.a. von den Agronomen Dr. Christian Flury und Dr. Marco Baltensweiler, Leiter der Abteilung Landwirtschaft für den Kanton Glarus, und den Architekten Prof. Gion A. Caminada, Prof. Florian Nagler sowie Marlene Gujan. Durch die Vertiefung des Themas mittels unterschiedlichster Sichtweisen konnten die Studenten viele interessante Ansätze erarbeiten, die weiterverfolgt werden sollten.