Eine Studie der Kantonalen Gebäudeversicherungen stellt seit den 90er- Jahren einen deutlichen Anstieg der Hagelschäden fest.
Die Gründe:
- Ausdehnung der Siedlungsgebiete in hagelgefährdeten Zonen
- Verwendung von Hagel empfindlicheren Materialien
- Zunahme von intensiveren oder grossflächigeren Hagelstürmen in einer wärmeren und labileren Atmosphäre.
Diese gesicherte Erkenntnis veranlasste die EMPA, Hagelwiderstand-Tests an verschiedensten Baumaterialien der Gebäudeaussenhülle vorzunehmen und diese im «Elementarschutzregister Hagel» (www.fopeca.ch) in Widerstandsklassen einzustufen. Das Register unterscheidet fünf Hagelwiderstandsklassen (HW). Die HW 1-5 beziehen sich auf Hagelkorngrössen mit Durchmesser 10-50 mm. Zu den widerstandsfähigsten Materialien in Bezug auf die Wasserdichtheit zählen Faserzement, Glas, Dichtungsbahnen und Tonziegel. Zu den Materialien mit dem schwächsten Hagelwiderstand gehören Bleche und Holzbretter in Bezug auf die Funktion "Aussehen".